Fortbildung

Populismus und Islamismus im Schulalltag – verstehen, einordnen, handeln

Für Lehrkräfte und Pädagog:innen
Dauer: ca. 3 Stunden
Max. 25 Teilnehmende

Populistische und islamistische Parolen begegnen Lehrkräften zunehmend im Schulalltag – in Form von provokativen Aussagen, autoritären Positionierungen oder konflikthaften Diskussionen im Unterricht. Häufig entstehen dabei Unsicherheiten: Wann handelt es sich um jugendliche Provokation, wann um demokratieablehnende Ideologien? Und wie kann pädagogisch angemessen reagiert werden?

Der Workshop vermittelt Grundlagen zum Verständnis populistischer und islamistischer Strömungen und beleuchtet deren Anschlussfähigkeit für Jugendliche. Im Fokus stehen gesellschaftliche Krisenerfahrungen, Zugehörigkeitsangebote und Feindbilder sowie die Frage, weshalb gesellschaftliche Probleme häufig nicht als Folge sozialer und politischer Verhältnisse verstanden, sondern bestimmten Gruppen zugeschrieben werden. Thematisiert wird wie autoritäre Gemeinschaftsvorstellungen entstehen und weshalb nationalistische oder religiöse Zugehörigkeit Jugendlichen Orientierung, Anerkennung und scheinbare Eindeutigkeit vermitteln können. Darüber hinaus analysieren wir, wie soziale Medien genutzt werden, um Feindbilder, Opfererzählungen und autoritäre Weltbilder zu verbreiten.

Darauf aufbauend werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag erarbeitet: Wie können Lehrkräfte auf problematische Aussagen reagieren? Wie können demokratische Werte im schulischen Kontext klar vertreten werden, ohne Schüler:innen inhaltlich zu verlieren? Die Fortbildung verbindet gesellschaftspolitische Einordnung mit praxisnaher Fallarbeit und kollegialem Austausch.